Mensch


Der Mensch (Homo sapiens, lateinisch für „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“) ist nach der biologischen Systematik eine Art der Gattung Homo aus der Familie der Menschenaffen, die zur Ordnung der Primaten und damit zu den höheren Säugetieren gehört.

Der Mensch ist die einzige rezente Art der Gattung Homo. Er ist in Afrika seit rund 300.000 Jahren fossil belegt[1] und entwickelte sich dort über ein als archaischer Homo sapiens bezeichnetes evolutionäres Bindeglied vermutlich aus Homo erectus. Zwischen Homo sapiens, den Neandertalern und den Denisova-Menschen gab es nachweislich – vermutlich mehrfach – einen Genfluss. Weitere, jedoch deutlich jüngere fossile Belege gibt es für die Art von allen Kontinenten außer Antarktika. Von den noch lebenden Menschenaffen sind die Schimpansen dem Menschen stammesgeschichtlich am nächsten verwandt, am zweitnächsten die Gorillas.

Allgemeine Eigenschaften der Menschen und besondere Formen menschlichen Zusammenlebens werden in der Anthropologie, Ethnologie und Soziologie untersucht. Im Laufe der Stammesgeschichte des Menschen, der Hominisation und der soziokulturellen Evolution haben sich Merkmale herausgebildet, welche die Voraussetzungen dafür bildeten, dass der Mensch ein in hohem Maße sozialisations- und kulturabhängiges Wesen werden konnte. Dazu gehören eine lang andauernde Kindheit, die Fähigkeit zum Spracherwerb und zu gemeinschaftlicher Arbeit sowie das Eingehen besonders komplexer sozialer Bindungen. Durch ihr Bewusstsein erschließt sich den Menschen die zeitliche Dimension des Daseins sowie ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst. Daraus ergeben sich die eigene Existenz betreffende Fragen, wie zum Beispiel die nach der persönlichen Freiheit, nach der menschlichen Stellung in der Natur, nach moralischen Grundsätzen des Zusammenlebens und einem Sinn des Lebens. Im Rahmen der Reflexion des Verhältnisses zu anderen Lebewesen haben viele Kulturen ein Menschenbild entwickelt, das den Menschen von der Natur absondert und dieser gegenüberstellt. Eine solche Sonderstellung innerhalb der Tierwelt wurde etwa durch Schöpfungserzählungen begründet, die den Menschen einen separaten Ursprung zuschreiben, oder durch die Bestimmung des Menschen als Vernunftwesen. Sie findet aber auch in modernen Vorstellungen wie der Menschenwürde und den Menschenrechten einen Widerhall.


25 % der heute lebenden Menschen sind höchstens 14 Jahre alt.
15 % sind 15 bis 24 Jahre alt.
50 % sind 25 bis 64 Jahre alt.
10 % sind mindestens 65 Jahre alt.
49,7 % wurden als Frau geboren.
50,3 % wurden als Mann geboren.
Einige verstehen sich als nichtbinär.
Der Körper des Menschen: Frau und Mann, von vorne und hinten betrachtet. (Diese Models nahmen einige Veränderungen an ihren Körpern vor, darunter: teilweise Entfernung der Körperbehaarung (v. a. Schamhaar bei beiden sowie Barthaar beim Mann), Kürzung des Kopfhaars, Tragen von rotem Nagellack auf den Zehnägeln (Frau) sowie Tragen eines Rings (Frau).)
Darstellung der Evolution des aufrechten Gangs (angelehnt an den „March of Progress“ von Rudolph Zallinger)
Rotationsanimiertes Modell eines menschlichen Gehirns (ohne rechtes Großhirn; Frontallappen rot markiert)
Neugeborener Mensch
Stammbaum der Menschenaffen (Hominidae)
Stammbaum der archaischen Menschen (Gattung Homo) bis zum modernen Menschen (Homo sapiens).
Zahlen links: Alter in Millionen Jahren
Beschreibung des Menschen in der ersten Auflage von Linnés Systema Naturæ
Ausbreitung des anatomisch modernen Menschen (rot) über die Erde und vorausgehende Besiedelung durch Homo erectus (gelb) und Neandertaler (ocker); die Zahlen stehen für Jahre vor heute.