Oscar/Bester internationaler Film


Eine Chronologie der Oscars für den besten internationalen Film (bis 2019 bester fremdsprachiger Film, Best Foreign Language Film of the Year, ab der Oscarverleihung 2020 International Feature Film).[1][2]

Von 1948 bis 1956 wurde dieser Oscar als Spezialpreis beziehungsweise Ehrenoscar verliehen, erst ab 1957 wurde der Preisträger durch die Mitglieder der Academy aus einer Auswahl von fünf nominierten Filmen analog zu den anderen Kategorien gewählt. Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film zeichnet seit seiner Entstehung keine bestimmte Person aus, sondern geht an den zu ehrenden Film. Der Regisseur gewinnt persönlich keinen Oscar, nimmt diesen aber stellvertretend während der Preisverleihung in Empfang.[3]

Die Wahl des deutschen Oscar-Films wird von der German Films Service + Marketing GmbH (vormals Export-Union des Deutschen Films) organisiert, die verschiedene Berufsverbände (Regisseure, Produzenten, Filmkritiker etc.) und Institutionen (z. B. die Deutsche Filmakademie) dazu aufruft, Vertreter für eine neunköpfige Jury zu benennen, welche letztlich den Oscarbeitrag bestimmt.[4] In Österreich wird eine Jury vom Fachverband der Film- und Musikindustrie zur Auswahl eines Oscarkandidaten eingesetzt,[5] in der Schweiz übernimmt eine Expertengruppe im Auftrag des Bundesamts für Kultur diese Aufgabe.

Nach der Nicht-Berücksichtigung des hochgelobten rumänischen Dramas 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) am 19. Juni 2008 eine Änderung ihrer Auswahlrichtlinien bekannt. So werden nur noch sechs der neun ausländischen Produktionen von einem aus AMPAS-Mitgliedern bestehenden Freiwilligen-Komitee ausgewählt, die nur ein Minimum der eingereichten Beiträge sehen müssen. Die übrigen drei Bewerber werden von einem zwanzig Mitglieder zählenden Gremium für fremdsprachige Filme, dem Foreign Language Film Award Executive Committee ausgewählt.[6][7]

Die Filme sind nach dem Jahr der Verleihung aufgeführt. Tiger and Dragon hat also 2001 den Oscar bekommen, erschien aber im Jahr 2000.

Am häufigsten wurden Filme der italienischen Regisseure Federico Fellini und Vittorio De Sica (je vier Siege) ausgezeichnet. Ebenfalls auf vier Nominierungen kamen Werke von José Luis Garci, István Szabó, Mario Monicelli, Ettore Scola und Andrzej Wajda, wobei die Filme der drei letztgenannten Regisseure niemals mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurden.