Paolo Sorrentino


Paolo Sorrentino (* 31. Mai 1970 in Neapel) ist ein italienischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Schriftsteller.

Sorrentino ist im italienischen Neapel aufgewachsen. Mit 16 Jahren verlor er seine Eltern bei einem Heizungsunfall in einem Haus in den Bergen. Sorrentino, der seine Eltern üblicherweise zu diesem Haus begleitete, war beim Unfall nicht anwesend, da er ein Spiel des SSC Neapel sehen wollte.[1]

In Deutschland bekannt wurde Sorrentino mit seinem Film Il Divo, in dem ein Teil des Lebens des mehrmaligen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und dessen mutmaßliche Mafia-Verbindungen dargestellt werden. Mit dem Hauptdarsteller Toni Servillo arbeitete er mehrfach bei seinen Filmprojekten zusammen.

2010 drehte Sorrentino seinen ersten englischsprachigen Film, Cheyenne – This Must Be the Place, mit Sean Penn in der Hauptrolle eines alternden Rockmusikers, der sich auf die Suche nach dem Peiniger seines verstorbenen jüdischen Vaters, einem in den USA untergetauchten KZ-Aufseher, macht. Der Film, der im November 2011 in die deutschen Kinos kam, feierte seine internationale Premiere 2011 im Wettbewerb der 64. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Sein Film La Grande Bellezza – Die große Schönheit gewann 2014 jeweils den Oscar und den Golden Globe in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film sowie vier Europäische Filmpreise.

Auf La Grande Bellezza – Die große Schönheit[2] folgte Sorrentinos zweiter englischsprachiger Film Ewige Jugend (Youth), der mit Michael Caine, Rachel Weisz, Jane Fonda und Harvey Keitel prominent besetzt ist und 2015 in die Kinos kam. Wie La Grande Bellezza – Die große Schönheit zuvor wurde Ewige Jugend ebenfalls mit dem Europäischen Filmpreis in den Kategorien Bester Film und Beste Regie ausgezeichnet.

2016 wurde er mit den ersten zwei Folgen der englischsprachigen Fernseh-Miniserie The Young Pope zu den 73. Filmfestspielen von Venedig eingeladen. Erzählt wird die fiktive Geschichte des US-Amerikaners Lenny Belardo, gespielt von Jude Law, der als Pius XIII zum ersten US-amerikanischen Papst gewählt wird und die Strukturen des Vatikans durcheinanderbringt.[3]


Paolo Sorrentino, 2018