Park


Das Wort Park (von mittellateinisch parricus „Gehege“; Mehrzahl Parks, bisweilen Pärke in der Schweiz) bezeichnet nach den Regeln der Gartenkunst gestaltete größere Grünflächen, die der Verschönerung und der Erholung dienen. Ein Park möchte dabei mit Rasen, formbestimmenden Gehölzen und Architekturelementen eine idealisierte Landschaft erzielen.

Parks und herrschaftliche Gärten wurden zunächst meist außerhalb von Städten, oft als Schlosspark, Tiergarten („Wildpark“), mitunter auch als Jagdpark, großflächige Landschaftsgartenanlagen angelegt. Beispiele hierfür sind der sogenannte „französische Park“ im geometrisch-regelmäßigen Stil oder der „englische Landschaftspark“ im naturähnlich-unregelmäßigen Stil.

Der Landschaftskünstler Pückler-Muskau verfocht die Idee, dass der Park nur den „Charakter der freien Natur und Landschaft haben darf“. Der sei eine idealisierte Natur und suche die schönsten nachbildungsfähigen landschaftlichen Bilder auf einem begrenzten Raum zu vereinigen. Wohl berechnete der Parkgestalter die Baumverteilung und Farbenmischung, dennoch durften die Eingriffe menschlicher Hand nur an den Wegen und Gebäuden sichtbar sein. Blumenverzierungen auf Beeten sind im Park ausgeschlossen; gleichwohl sollen Blumen mehr als in der freien Natur Wälder, Gebüsche, Wiesen und Gewässer schmücken, jedoch so, dass die künstliche Anpflanzung nicht bemerkt wird.

Der Park ist ein großer Garten im natürlichen Stil, aber nicht alle Gärten dieses Stils können Park genannt werden oder sind Parkgärten. Eine ansehnliche Größe des Parks war wünschenswert, aber nicht notwendig. Im kleinen Park wurde der Wald zum Wäldchen und Hain, der See zum Weiher (Teich).

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wurden zunehmend innerstädtische Aufenthalts- und Erholungsgebiete errichtet, etwa Volksgärten, Volksparks und Stadtparks (siehe: Volksgarten) sowie Stadtwälder.

Die Funktion von Wäldern und Parks als „Grüne Lungen“ gilt besonders in der Nähe von Städten und Ballungsgebieten als besonders wichtig. Das bezieht sich in erster Linie auf die Sauerstoffbildung, aber daneben auch auf die Wirkung als Staubfilter durch die Blätter und Nadeln.


Regent’s Park in London mit Musikpavillon und Rudersee
Schlosspark des Schloss Versailles als Beispiel französischer Gartenarchitektur mit ihren symmetrischen Formen
Die Stourhead Bridge in Stourhead, einem englischen Landschaftspark
Architektonischer Akzent durch historisierendes Bauwerk; hier die Palladian Bridge im Stowe Landscape Gardens
Schlosspark des Schloss Schönbrunn in Wien
Hamburger Stadtpark mit Stadtparksee und Observatorium
Die „Mittelmeerterrassen“ im (alten) Botanischen Garten im Hamburger Park Planten un Blomen (im Hintergrund das Schau-Gewächshaus)
Englischer Garten in München, aufgenommen von der Königinstraße im September 2018
Der Dutch Garden in Kensington Gardens (London)
Lac Daumesnil im Bois de Vincennes in Paris