Publikation


Als Publikation (von lateinisch publicatio[1]) bezeichnet man sowohl die Veröffentlichung eines Werkes (auch: Publizierung) als auch das veröffentlichte Werk selbst.

Alles, was im weitesten Sinne unter anderem als Nachricht oder Kulturgut für eine Öffentlichkeit gedacht ist, ist eine Publikation. Publikationen können sich dadurch auszeichnen, dass sie für eine breite Öffentlichkeit oder auch nur für eine begrenzte Zielgruppe gedacht sind; sie können auf verschiedenen Trägermedien festgehalten werden oder auch nur einmalig mündlich „verlautbart“ werden.

Früheste Formen einer Publikation waren mit der mündlichen Überlieferung die erzählende Weitergabe von geschichtlichen, gesellschaftlichen und religiösen Informationen. Der oralen Informationsweitergabe an die Öffentlichkeit dienten zudem Verlautbarungen kommunaler oder auch höchster Instanzen, die u. a. ihre Bulletins, Dekrete und Gerichtsurteile durch Ausrufer nicht zuletzt einem noch nicht alphabetisierten Publikum mitteilen ließen. Einer ersten Form oral vorgetragener Werbung bedienten sich z. B. die Marktschreier.

Beispiele für mittelbar über Medien verbreitete Publikationen sind Druckerzeugnisse (u. a. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen), Ton- oder/und Filmaufnahmen und Webseiten. Ersteller von Publikationen können Einzelpersonen sein (z. B. Selbstpublikationen, ggf. in Form eines Selbstverlags) oder Unternehmen wie u. a. Filmproduktionsgesellschaften, Tonträgerunternehmen (umgangssprachlich Plattenfirmen) oder Verlage sowie die Werbebranche oder auch Behörden im Sinne einer staatlichen Öffentlichkeitsarbeit (Amtliche Bekanntmachungen etc.). Angaben zum Urheberrecht z. B. der Autoren und Ersteller einer Publikation sind u. a. in Lektüren dem Impressum, bei Tonträgern beigefügten Booklets und in Filmen dem Abspann zu entnehmen. Die Sammlung und Erschließung von Publikationen wird von Archiven, Bibliotheken und auch privaten Sammlern wahrgenommen.

Das Erscheinungsdatum bzw. -jahr ist maßgeblich für die Berechnung der Fristen für den urheberrechtlichen Schutz. Wird ein Werk anonym oder unter einem Pseudonym veröffentlicht, erlischt das Urheberrecht in Deutschland in der Regel 70 Jahre nach Veröffentlichung (§ 66 UrhG).

Die Anzahl der verschiedenen Publikationsformen ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts sprunghaft angestiegen. Publikationsformen sind dabei anstelle einer mündlichen Überlieferung mittelbar durch Massenmedien verbreitete Veröffentlichungen. Die Medien lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen.