Rasošky


Rasošky (deutsch Rasoschek) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt vier Kilometer südlich von Jaroměř und gehört zum Okres Náchod.

Rasošky befindet sich linkselbisch auf der Bohuslavická tabule (Bohuslawitzer Tafel). Westlich des Dorfes fließt der Bach Rasošský potok, nördlich der Novopleský potok. Im Südosten erstreckt sich das Waldgebiet des Pleský les und Rasošský les. Nördlich von Rasošky liegt der Militärfriedhof Josefov.

Nachbarorte sind Dolní Ples und Nový Josefov im Norden, Josefov, Starý Ples und Kopeček im Nordosten, Nový Ples im Osten, Čápovka, Králova Lhota, U Baliharů und Lejšovka im Südosten, Smržov und Hubíles im Süden, Vlkov und Holohlavy im Südwesten, Černožice und Čáslavky im Westen sowie Zálabí, Semonice und Jezbiny im Nordwesten.

Zwischen Ples, Jasenná, Vlkov, Smržov und Lejšovka erstreckte sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Wald Rasošky mit mehreren Teichen. Zwischen Smiřice, Zderaz und Skalice schloss sich am linken Elbufer ein eingezäunter Wildgarten an. Erstmals erwähnt wurde der Wald im Jahre 1500 in der Landtafel im Zuge eines Zukaufs zur Herrschaft Smiřice durch Nikolaus den Jüngeren Trčka von Lípa. Die Grafen von Sternberg ließen um 1700 durch den Wald eine von Linden und Ebereschen gesäumte Allee vom Schloss Smiřice zur Kapelle in Ples anlegen. Am Fahrweg von Vlkov nach Ples befand sich ein Jägerhaus.

Im Urbar der Herrschaft Smiřice wurde 1588 die Größe des Waldes auf 55 Lan 26 Hasengarn bzw. insgesamt 120 Leč (ca. 2160 ha) geschätzt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatte sich die Ausdehnung des bedeutendsten Waldes der Herrschaft halbiert; der Urbar von 1655 gibt für den les Rasošek eine Fläche von 62 Leč (ca. 1116 ha) an. Die nördliche Hälfte des Waldes wurde ab 1780 für den Bau der Festung Josefstadt abgeholzt. Im Herbst 1783 erfolgte eine weitere Abholzung für den Feuerholzbedarf der Festungsbaudirektion.[3]

Im Zuge des Festungsbaus musste auch der größte Teil des langgestreckten Dorfes Ples abgebrochen werden, erhalten blieben nur der oberste (Starý Ples) und der unterste Teil (Dolní Ples). Den umzusiedelnden Bewohnern von Ples wurde am Rande des Festungsbereiches Bauland auf dem Kahlschlag verkauft, es entstanden die Dörfer Rasošek und Nový Ples.


Statue der hl. Dreifaltigkeit
Militärfriedhof
Schule