Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist eine der großen Universitäten in Deutschland. Die nach dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. benannte und im Jahr 1818 gegründete Hochschule hat ihren Sitz in Bonn am Rhein. Im Dezember 2022 waren 33.000 Studierende immatrikuliert.[5]

Unter den Absolventen, Ehrendoktoren und Professoren befinden sich sieben Nobelpreisträger – darunter Harald zur Hausen, Wolfgang Paul, Reinhard Selten, Thomas Mann und Otto Wallach –, vierzehn Laureaten des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises, drei Preisträger der Fields-Medaille sowie Joseph Ratzinger (der spätere Papst Benedikt XVI.), Heinrich Heine, Karl Marx, Konrad Adenauer, Robert Schuman, Joseph Schumpeter, Friedrich Nietzsche, Jürgen Habermas, Max Ernst, Karl Barth, August Kekulé, Justus von Liebig, Rudolph Clausius und Heinrich Hertz, aber auch führende Nationalsozialisten wie Joseph Goebbels.

Vorgänger der Bonner Universität war die Kurkölnische Akademie Bonn (genannt „Maxische Akademie“ nach ihrem Gründer Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels), die 1777 mit den vier Fakultäten für Gottes-, Rechts-, Arznei- und Weltgelehrtheit gegründet wurde. 1786 verlieh der deutsche Kaiser Joseph II. ihr das Recht zur Verleihung der im ganzen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation anerkannten Grade des Licentiaten und des Doktors. Damit stieg die Akademie zur Universität auf. 1798 wurde die kurkölnische Universität nach der Angliederung des linken Rheinufers an Frankreich aufgehoben.

Die heutige Universität Bonn wurde dann am 18. Oktober 1818 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. als sechste preußische Universität neben der Universität Greifswald, der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, der Albertus-Universität Königsberg, der Universität Halle (Saale) und der schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau gegründet. Anlass für die Gründung war der Wille, für die beiden neuen preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen eine akademische Ausbildungsstätte zu schaffen. Am selben Tag wurden hierfür die bestehenden Universitäten in Münster und Paderborn aufgehoben. Die Wahl fiel aus mehreren Gründen auf Bonn: Zunächst war durch die beiden leerstehenden erzbischöflichen Schlösser hier ein für den Anfang ausreichendes Raumangebot vorhanden. Dann wollte man ein deutliches Zeichen für einen Neuanfang auch im universitären Bereich setzen. Daher wurde weder die Kurkölnische Universität in Bonn noch die städtische Universität in Köln wiederbegründet. Außerdem hatte die kurkölnische Universität als Vorläufer zwar nur wenige Jahre Bestand, doch galt sie als eine Universität, die von der Aufklärung geprägt war, was gut in die preußischen Bildungsideale passte.

Die am 14. Oktober 1655 gegründete Duisburger Universität wurde im Jahr der Universitätsneugründung in Bonn aufgelöst. Das Zepter und große Teile der Universitätsbibliothek Duisburg gingen nach Bonn, sodass die Bonner Universität insoweit auch Nachfolgerin der Duisburger Hochschule ist.


Hauptgebäude am südöstlichen Rand der Bonner Innenstadt
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Luftaufnahme (2017)
Koblenzer Tor mit Adenauerallee
König Friedrich Wilhelm III., Förderer der Universität Bonn
Ehemaliges Gebäude des mathematischen Institutes – Eröffnung des Exzellenzclusters der Mathematik
Poppelsdorfer Schloss
Standort Römerstraße
Bonn – Uni Campus Poppelsdorf, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Siegel der Universität Bonn
Landwirtschaftliche Hochschule Poppelsdorf
Gebäude des mathematischen Instituts
Teilchenbeschleuniger ELSA
Argelander-Institut für Astronomie
Altes Chemisches Institut
Hörsaalgebäude der Anatomie
Der Hofgarten vor dem kurfürstlichen Schloss
Juridicum – Fassade mit Mosaik von Victor Vasarely, im Oktober 2005
Das Arithmeum ist ein Museum im Institut für Diskrete Mathematik
Hauptgebäude der Universitäts- und Landesbibliothek
Akademisches Kunstmuseum
Sitzverteilung im
Studierendenparlament Uni Bonn 2022
       
Insgesamt 43 Sitze