Robert Prytz


Robert Klas-Göran Prytz (* 12. Januar 1960 in Malmö, Schweden) ist ein ehemaliger schwedischer Fußballspieler. 1986 wurde er als Schwedens Fußballer des Jahres, im folgenden Jahr als Ausländischer Spieler des Jahres in der Schweiz ausgezeichnet.

Prytz wuchs im Malmöer Stadtteil Kirseberg auf und begann mit dem Vereinsfußball beim örtlichen Klub Kirsebergs IF. Im Alter von 17 Jahren stand er kurz vor einem Wechsel zum Stockholmer Klub Djurgårdens IF, ehe er nach dem Krebstod seines Vaters entschied, zum vom Vater favorisierten Klub Malmö FF zu wechseln.[1] Dort etablierte er sich der Techniker im Laufe der Spielzeit 1979 als Stammspieler in der Fotbollsallsvenskan. Unter Trainer Bob Houghton erreichte er mit der Mannschaft das im Olympiastadion München ausgetragene Finale des Europapokals der Landesmeister 1978/79. Mit der Erfahrung von 14 Erstliga-Spielen stand der 19-jährige im Finalspiel gegen Nottingham Forest in der Startformation.[2] Durch ein Tor von Trevor Francis, der nach längerem Warten auf seine Spielerlaubnis im Endspiel sein erstes Europapokalspiel bestritt, gewann der englische Opponent nach einem 1:0-Erfolg den Titel.

In den folgenden Jahren platzierte sich Prytz mit dem Klub regelmäßig in der Spitzengruppe der Meisterschaft, der Gewinn des Meistertitels war ihm dabei jedoch nicht vergönnt. Im schwedischen Landespokal erreichte er mit Malmö FF 1980 das Endspiel gegen IK Brage. Nachdem Mannschaftskamerad Thomas Sjöberg mit dem Tor zum 2:2-Zwischenstand in der Nachspielzeit die Verlängerung erzwungen hatte, brachte Göran Arnberg dort den Endspielgegner erneut in Führung. Ingemar Erlandsson rettete den Klub mit dem Treffer zum 3:3-Endstand ins Elfmeterschießen, in dem Prytz als erster Schütze antrat. Nachdem drei Spieler von IK Brage verschossen bzw. am Malmöer Torhüter Jan Möller gescheitert waren, hatte Prytz seinen ersten Titel gewonnen. Im selben Jahr debütierte er in der schwedischen Nationalelf.

Im Sommer 1982 wechselte Prytz zu den Glasgow Rangers, wo er in 77 Spielen 12 Tore erzielte. Der Klub hatte seinerzeit den Anschluss in der schottischen Meisterschaft verloren und platzierte sich regelmäßig hinter dem Lokalrivalen Celtic Glasgow, dem FC Aberdeen und Dundee United auf dem vierten Tabellenrang, einzig mit Erfolgen im Scottish League Cup konnte der Verein seine Trophäensammlung erweitern. Beim 3:2-Erfolg in der Ausgabe 1983/84 nach Verlängerung im Endspiel gegen Celtic blieb ihm die Finalteilnahme verwehrt, bei der erfolgreichen Titelverteidigung im Endspiel um den League Cup 1984/85 gegen Dundee United durch ein Tor von Iain Ferguson kam er als Einwechselspieler für Bobby Russell in der Schlussviertelstunde zum Zug.