Schneealpe


Die Schneealpe (auch Schneealm) ist ein Bergmassiv in den Mürzsteger Alpen an der steirisch-niederösterreichischen Grenze. Die höchste Erhebung des verkarsteten Plateauberges ist der Windberg mit 1903 m ü. A.[2]

Weitere Gipfel neben dem Windberg sind der Amaißbichl (1828 m, im Osten an der steirisch-niederösterreichischen Grenze), das Schönhaltereck (1860 m, westlich des Windbergs) und die Donnerwand (1799 m, im Nordwesten). Die Verbindung zur Rax stellt der Nasskamm her.

Talorte sind Hinternaßwald im Nordosten, das zum Nasswaldtal, einem Nebental des Schwarzatals gehört, und Altenberg an der Rax im Osten, Kapellen und Neuberg an der Mürz im Süden, Mürzsteg und Frein an der Mürz im Westen, sämtlich im Mürztal gelegen.

Im nördlichen Bereich befindet sich das Quellgebiet der Kalten Mürz, den gesamten Westen fließt die Mürz entlang. Im Süden geht der Altenberger Bach zur Mürz. Nordöstlich in Niederösterreich begrenzt der Nassbach mit seinen Quellbächen Wasseralmbach und Reißbach das Massiv. Der steirische Teil der Schneealpe gehört zum Naturpark Mürzer Oberland.

Das Schneealpengebiet gehört, gemeinsam mit der Rax und dem Schneeberg, zum Einzugsgebiet der I. Wiener Hochquellenwasserleitung. Durch den zwischen 1965 und 1968 von der Stadt Wien errichteten Schneealpenstollen, der direkt durch das Massiv geschlagen wurde, wird Trinkwasser aus dem Mürz- wie auch Salza-Einzugsgebeit nach Hinternaßwald geleitet.

Am Hochplateau befinden sich das Schneealpenhaus in 1784 m Höhe sowie mehrere Almhütten. Am westlichen Rand der Hochfläche, auf der Hinteralm, steht ein weiteres Schutzhaus des Alpenvereins, das Hinteralmhaus. Die waldreichen Berge und Hügel nördlich der Schneealpe sind nicht besiedelt.


Rundblick von der Nordseite des Windbergs (Panorama beschriftet)
Panorama der Schneealpe vom Schneealpenhaus aus
Deutlich gebankter Grafensteigkalk der tieferen Zäunlwand unter dem Lohmstein (Wetterstein-Riffkalk), vom Schauerkogel aus
Donnerwand (links) und Salzwänd (rechts) aus wandbildendem Waxeneck-Kalk