Schwäbisch-Fränkische Waldberge


Naturräumliche Haupteinheit Schwäbisch-Fränkische Waldberge mit Teillandschaften und etwas südwestlich davon liegendem Stuttgart

Die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge (auch Schwäbisch-Fränkischer Wald) sind ein 1187 km² großes, überwiegend bewaldetes, stark gegliedertes und bis 586,9 m ü. NHN[1] hohes Bergland im Nordosten von Baden-Württemberg. Sie bilden die naturräumliche Haupteinheit 108 innerhalb des Schwäbischen Keuper-Lias-Landes (Haupteinheitengruppe 10 bzw. D58). Der Name rührt daher, dass im Mittelalter die Grenze zwischen den Herzogtümern Franken und Schwaben dieses Waldgebiet durchschnitt. Noch heute stößt hier schwäbisches Mundartgebiet im Süden an ostfränkisches und südfränkisches im Norden.

Der Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge ist der nördlichste Teil des Keuperberglands innerhalb von Baden-Württemberg, welches sich von der Baar an der Grenze zur Schweiz im Südwesten bis zu den Hassbergen in Bayern im Nordosten erstreckt.

Benachbarte Naturräume sind im Westen das Neckarbecken, im Norden die Hohenloher-Haller Ebene, im Osten die Frankenhöhe und das Mittelfränkische Becken, im Süden das Östliche Albvorland sowie Schurwald und Welzheimer Wald.[2]

Die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge werden im Norden begrenzt durch die Orte Neckarsulm, Waldenburg und Schwäbisch Hall, im Osten durch Crailsheim und Ellwangen, im Süden durch Abtsgmünd, Gschwend und Althütte, und im Westen durch Backnang, Oberstenfeld und Heilbronn. Sie liegen auf dem Gebiet der Landkreise Ludwigsburg, Heilbronn, Schwäbisch Hall, des Hohenlohekreises, des Rems-Murr-Kreises und des Ostalbkreises. Westlich des Kochers sind die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge weit überwiegend Teil des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald.

Die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge sind Teil der Keuperstufe im Südwestdeutschen Schichtstufenland. Auf den höchsten Erhebungen finden sich noch Reste des Schwarzjura. Ausgedehnte Stufenflächen prägen die östlichen und nordöstlichen Teile, während besonders der westliche und südwestliche Teil stark durch Bach- und Flusstäler zerschnitten ist. Im Westen und Südwesten sind größere Gebiete in einer Höhenlage zwischen 500 und fast 600 Meter zu finden, während der Osten und Nordosten überwiegend Höhen von 400 bis 500 Meter aufweist.


Bleichsee bei Löwenstein
Durch die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge läuft die Nordgrenze des alemannischen Mundartgebietes