Schwimmen


Schwimmen bezeichnet das Schweben eines Körpers in einer Flüssigkeit und die Fortbewegung von Lebewesen im Wasser.

Das altgermanische starke Verb (mhd. swimmen, ahd. swimman) bildet mit seinem westgermanischen Veranlassungswort schwemmen eine Wortgruppe, deren außergermanische Beziehungen nicht geklärt sind. Die Hauptbedeutung „sich im Wasser fortbewegen“ gilt von Anfang an, und zwar ursprünglich nur vom Menschen. Die Bedeutungen „ineinanderfließen“ und „undeutlich werden“ kommen im 18. Jahrhundert auf.[1]

Wenn ein Körper schwimmt, heißt das, er verbleibt auf der Oberfläche einer Flüssigkeit, indem er (mit seinem eingetauchten Körper) so viel von ihr verdrängt wie er wiegt (archimedisches Prinzip). Ein schwimmender Körper taucht also so tief ein, bis die Masse des von ihm verdrängten Flüssigkeitsvolumens seiner eigenen Masse entspricht. Ist dies der Fall, wenn der Körper vollständig in die Flüssigkeit eingetaucht ist, dann schwebt der Körper in der Flüssigkeit, ohne dass er dazu einen Antrieb benötigt. Dies wird von Fischen und U-Booten genutzt. Verdrängt ein untergetauchter Körper weniger Flüssigkeit als er selbst wiegt, dann sinkt er zum Boden der Flüssigkeit.

Körper, die als hinreichend große Hohlform ausgeführt sind, können trotz größeren spezifischen Gewichts soviel Flüssigkeit verdrängen, dass sie im schwimmenden Zustand verbleiben (solange die Flüssigkeit nicht in den Hohlraum eindringt). Aus diesem Grund schwimmen sowohl Stahlschiffe als auch Betonschiffe, obwohl Stahl und Beton eine deutlich größere Dichte als Wasser haben.

Das Prinzip der schwimmenden Fortbewegung besteht darin, dass Wasser durch geeignete Maßnahmen in die eine Richtung bewegt wird und als Reaktion darauf der Körper in die entgegengesetzte Richtung gleitet. Dazu werden von Lebewesen unterschiedliche Methoden angewandt.

Bei der eigentlichen schwimmenden Fortbewegung führen sehr schlanke Schwimmer, wie etwa Aale, eine Schlängelbewegung aus, wobei die Kurven der Rumpfkrümmung stets paarweise auftreten. Die Wellenlänge der Bewegung ist dabei erheblich kürzer als die Rumpflänge. Sie besitzen keine Schwanzflosse, da sie nicht benötigt wird. Auch andere Fische führen eine Schlängelbewegung aus, doch ist die Wellenlänge meistens größer als die Körperlänge, was eine Schwanzflosse erforderlich macht (dasselbe gilt für Wale).


Im stark salzhaltigen Toten Meer schwebt ein menschlicher Körper auch ohne Schwimmbewegungen
Lage beim Schwimmen
Schwimmender Frosch
Auf dem Wasser gehende Pferdebremse (Tabanus sudeticus) an einem Teich in Frankenfels, Österreich
Verbotszeichen an einem Wehr
Unter Wasser nach dem Sprung
Brustschwimmen
„Schwimmen“ auf einer Schautafel der Klosterschule Goldenkron ( Zlatá Koruna, Tschechien)
Schwimmen lernen, Vorübung auf dem Lande. Aus einem Buch von 1894[7]
Anteil der Nichtschwimmer im Alter zwischen 5 und 17 Jahre, Deutschland 2009–2012, aufgeschlüsselt nach gesellschaftlichen Gruppen. Quelle: Infrastrukturatlas 2020[12]