So viele Jahre liebe ich dich


So viele Jahre liebe ich dich (Originaltitel: Il y a longtemps que je t’aime) ist ein Filmdrama aus Frankreich. Die Hauptrollen besetzen Kristin Scott Thomas als Juliette Fontaine und Elsa Zylberstein als Léa.

Hinter der als Kindsmörderin verurteilten Juliette liegen 15 Jahre Haft, vor ihr das Wiedersehen mit ihrer jüngeren Schwester Léa, zu der sie während ihrer Zeit im Gefängnis keinen Kontakt hatte. Die Literaturdozentin Léa, die mit ihrem Mann Luc, ebenfalls Hochschullehrer, und zwei Adoptivtöchtern aus Vietnam ein glückliches Leben führt, nimmt die verschlossene Juliette mit offenen Armen in ihre Familie auf und unterstützt sie bei ihren ersten Schritten in der wiedererlangten Freiheit.

Der Film beginnt mit Juliette, die am Flughafen von Nancy auf ihre jüngere Schwester Léa wartet. Während der anschließenden Fahrt zu Léas Haus wechseln die beiden kaum ein Wort. Als Léa losfährt, um ihre Adoptivtöchter abzuholen, durchstreift Juliette ihr neues Heim. Im Lesezimmer begegnet sie dabei Léas Schwiegervater, der nach einem Schlaganfall die Sprache verloren hat und die meiste Zeit lesend verbringt. Kurz darauf wird Juliette den Töchtern Clélis (auch liebevoll P'tit Lys genannt) und Emélia vorgestellt. Das erste gemeinsame Abendessen verläuft angespannt, und auf P'tit Lys' Frage, wo sie die letzten Jahre gewesen sei, antwortet ihre Tante ausweichend.

Juliettes Anwesenheit behagt Léas Ehemann Luc nicht, und es kommt hierüber noch abends zum ersten Streit. Luc weiß auch später nicht, wie er der Schwägerin begegnen soll. Hierbei ist auch nicht hilfreich, dass Juliette zu allen Fragen bezüglich ihrer Vergangenheit beharrlich schweigt. Sie ist auf Bewährung entlassen worden und muss sich regelmäßig auf der örtlichen Polizeidienststelle melden. Dort trifft Juliette in dem zuständigen Beamten, Capitaine Fauré, der selbst unter Einsamkeit leidet, auf eine freundliche Seele. Nach dem Polizeibesuch holt sie Léa von deren Hochschule ab und wird Michel, einem Kollegen Léas, vorgestellt. Die Schwestern suchen gemeinsam ein Café auf, und Juliette erzählt von Erlebnissen aus der gemeinsamen Kindheit in Rouen, an die sich Léa jedoch nicht erinnert. Dass Teile ihrer Kindheit anscheinend ausgelöscht sind, belastet die jüngere Schwester, während die ältere sie zu beschwichtigen sucht. In einem Café flirtet Juliette mit einem Gast und geht anschließend mit ihm zum Spontan-Sex in ein Hotel. Später erzählt sie ihrer Schwester davon.