Sportart


Eine Sportart ist ein durch bestimmte Regeln strukturiertes Teilgebiet des Sports, siehe auch Liste von Sportarten. Innerhalb einer Sportart werden häufig verschiedene Disziplinen unterschieden.

Sportarten lassen sich nach bestimmten Gesichtspunkten in verschiedene Kategorien einteilen. Es gibt aber keine offiziellen Klassifikationen. Einige Ordnungsmöglichkeiten:

Keine Einteilungsmöglichkeit kann ausschließen, dass eine Sportart in mehreren Kategorien auftaucht: Radpolo etwa ist sowohl eine Ball- als auch eine Radsportart.

Ausgehend von der psychomotorischen Bedeutung des Sports hat Pierre Parlebas ein System der Praxeologie des Sports aufgestellt, in dem jede Sportart(-disziplin) auf maximal drei Koordinaten dargestellt werden kann. Parlebas steht damit in einer langen Tradition französischer Sportpädagogen, die einen soziologischen und psychomotorischen Ansatz verfolgen[1]:

Generell gibt es eine Tendenz, die Sportarten immer stärker zu standardisieren, wodurch in einer Gegenrichtung immer mehr neue Trendsportarten entstehen, die durch Auseinandersetzung mit der Natur der Standardisierung entgegenwirken.[2] So waren im 19. Jahrhundert Crosslauf und Bahn-Leichtathletik annähernd gleichberechtigt. Die Aschenbahnen wurden immer besser, bis durch die Kunststoffbahnen kaum noch saisonklimatische Unterschiede feststellbar sind.

Die Popularität von Sportarten ist teilweise sehr stark national geprägt. Nur wenige Sportarten können eine weltweite Bedeutung vorweisen. Grundsätzlich muss dabei zwischen der Ausübung und dem Zuschauen einer Sportart unterschieden werden, wobei zweifelsohne ein Zusammenhang besteht zwischen der eigenen Ausübung eines Sports und deren Anhängerschaft.