Stadtbezirk Innenstadt-Nord (Dortmund)


Der Stadtbezirk Innenstadt-Nord ist der nördliche Innenstadtbezirk in Dortmund, der umgangssprachlich auch Nordstadt genannt wird. Die Dortmunder Nordstadt gilt mit ihren ca. 60.000 Einwohnern und einer hohen Bevölkerungsdichte als multikultureller Schmelztiegel und als größtes zusammenhängendes Gründerzeitviertel Nordrhein-Westfalens.[2][3] Durch die günstigen Mieten und die Nähe zur Innenstadt werden Teilbereiche der Nordstadt vermehrt von Studenten, Freischaffenden, Künstlern und Kreativunternehmern als Wohn- und Arbeitsstandort gewählt. Durch das sich ausweitende gastronomische Angebot und die Ansiedlung von Kreativunternehmen wird z. B. das Viertel rund um den Hafen gelegentlich als Szeneviertel im Ruhrgebiet mit sich abzeichnenden Gentrifizierungsprozessen bezeichnet.[4][5] Es befinden sich zahlreiche Parks und Spielplätze im Stadtbezirk, wie der Fredenbaumpark oder der Blücherpark im Hafenviertel.

Im Mittelalter und der Neuzeit bis 1840 war das heutige Gebiet der Nordstadt vor den Stadttoren der freien Reichs- und Hansestadt Dortmund eine Landschaft mit ausgedehnten Wiesen, Feldern und den bäuerlichen Gemeinschaftswäldern Oester-, Burg- und Westerholz.

Die Geschichte der Dortmunder Nordstadt begann mit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahre 1847. Als 1843 die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft den Bau einer Eisenbahnlinie von Köln über Lünen nach Minden beauftragt wurde, konnte der Dortmunder Magistrat Hansmann die Gesellschaft für eine Trassenverlegung über Dortmund gewinnen, indem er den Investoren 9.000 Taler und 52 Hektar Land an der nördlichen Stadtmauer schenkt. Ab 1847 nahm die Eisenbahn ihren Betrieb von Duisburg über Dortmund nach Minden auf. Zwei Jahre später kam die Bergisch-Märkische Eisenbahnlinie hinzu, beide Bahnen beschäftigen 1857 fast 1.200 Menschen in Dortmund.

Aufgrund des hohen Bedarfs an Steinkohle für die Betriebswagen der Eisenbahnen, begann die Aktiengesellschaft Vereinigte Westphalia nördlich der Bahntrasse mit dem Abteufen eines ersten Förderschachtes. Neben der Zeche Westphalia siedelte sich ab 1856 die Dortmunder Bergbau- und Hütten-AG mit einem Puddelwerk und einer Gießerei an. In kürzester Zeit entwickelte sich nördlich der Dortmunder Innenstadt die Union, als Zusammenschluss der Kohle und Stahlproduktion.


360° Panorama des EchtNordstadt Murals
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Das Gebiet der Nordstadt im Jahr 1804
Das Gebiet der Westfalenhütte 1895
Bahnübergang am Burgtor zur Münsterstraße
Münsterstraße während der Industrialisierung
Ansichtskarte Steinplatz und Steinstraße (Postlauf 1914)
Saalbau Fredenbaum im Lunapark
Der Borsigplatz gilt als Geburtsort von Borussia Dortmund
Ehemalige Steinwache, Gefängnis, Steinstraße 48
Hauptverwaltung Hoesch auf der Westfalenhütte
Kulturzentrum Depot an der Immermannstraße
Multikinokomplex am Platz von Xian
Szenegastronomie am Hafenbecken
Saniertes Gründerzeitgebäude an der Bornstraße
Eyüp-Sultan-Moschee des türkisch-muslimischen Verbandes ATIB
Kompetenzzentrum e-Port
360° Panorama im Fredenbaumpark
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Panorama am Borsigplatz