Sulmona


Die Stadt zählt 23.326 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2019) und liegt in einem weiten Tal mitten in den Abruzzen, das von den höchsten Bergen der Apenninenkette umgeben ist. Sulmona liegt am Rand des Maiella-Nationalparkes.

In der Antike trug die Stadt den Namen Sulmo und gehörte zum Gebiet der Paeligner. Der Name könnte von sulmo = wasserreich herkommen. Bei der Integration in die Römische Republik wurde Sulmo ein Municipium. Es wurde während der Bürgerkriege durch Sulla zerstört, aber wieder aufgebaut. Aus Sulmo stammte der Dichter Ovid, der in seinen Werken mehrfach seiner Heimat gedachte (Tristien 4, 10, 3: Sulmo mihi patria est gelidis uberrimus undis – „meine Heimat ist Sulmo, überreich an kalten Wassern“). Daher kommen auch die Initialen „SMPE“ im Wappen der Stadt (Sulmo mihi patria est).

Friedrich II. favorisierte die Stadt, nachdem sie ihm gegen die päpstlichen Truppen beigestanden hatte, so dass Sulmona besonders zur Stauferzeit aufblühte und zur Hauptstadt des Landes wurde. In dieser Zeit war es Sitz eines der sieben Jahrmärkte des Reiches, des Gerichtssprengels der Abruzzen sowie der Sitz eines Lehrstuhls für Kanonisches Recht. Diese Entwicklung endete, als Karl II. von Anjou L’Aquila zur Residenz erhob.

Zur Zeit der Anjou und der Aragonesen war Sulmona ein leistungsfähiges Handwerks- und Handelszentrum speziell der Goldschmiedekunst. Sulmona ist Heimatstadt der Humanisten Barbato, Quatrario, Ercole Ciofano und von Papst Innozenz VII.

In dem Altstadtkern innerhalb des Mauergürtels mit gut erhaltenen Stadttoren befinden sich die meisten noch erhaltenen oder restaurierten Bauwerke der Stadt.

Obwohl zahlreiche Erdbeben die Stadt in Mitleidenschaft zogen, sind neben den alles dominierenden Kirchen, in versteckten Höfen kleine alte Freitreppen, eingezogene Treppen, Wappen und Kapitelle, kleine Säulenhallen und in Stein gemeißelte Brunnen zu entdecken. Vom Erdbeben in den Abruzzen am 3. November 1706 war die Stadt betroffen. Insgesamt verursachte das Beben mehr als Tausend Tote im betroffenen Gebiet.


Kathedrale San Panfilo
Kathedrale San Panfilo
Palazzo und Chiesa della Santa Annunziata
Der Eingang zum Museum
Exponate im Museum
Piazza XX Settembre
San Francesco della Scarpa
Der Aquädukt
Die Piazza Garibaldi
Die Kirche Santa Maria della Tomba
Die Porta Napoli
Heiligtum von Ercole Curino mit der kleinen Einsiedelei Sant'Onofrio