Tahoua (Region)


Die Region Tahoua [taˈwa] ist eine der sieben Regionen Nigers und liegt im mittleren Westen des Landes. Ihre Hauptstadt ist Tahoua. Die Region hat 3.328.365 Einwohner (2012).

Tahoua grenzt im Nordosten an die nigrische Region Agadez, im Südosten an die nigrische Region Maradi, im Süden an den nigerianischen Bundesstaat Sokoto, im Südwesten an die nigrischen Regionen Dosso und Tillabéri und im Nordwesten an die malischen Regionen Gao und Kidal. In ihrem geologischen Aufbau ist die Region zum überwiegenden Teil dem Erdzeitalter Mesozoikum zuzurechnen. Im Südwesten an der Grenze zu den Regionen Dosso und Tillabéri gehört ein Abschnitt zum Erdzeitalter Tertiär.[1]

Die Region Tahoua ist in die zwölf Departements Abalak, Bagaroua, Birni-N'Konni, Bouza, Illéla, Keita, Madaoua, Malbaza, Tahoua, Tassara, Tchintabaraden und Tillia unterteilt.

Die Region Tahoua geht auf die französische Kolonialzeit zurück. Im Juli 1922 wurde Niger in neun Kreise (cercles) gegliedert, die aus Unterabteilungen (subdivisions) bestanden. Der Kreis Tahoua setzte sich aus den Unterabteilungen Tahoua, Tahoua-Nomade, Birni-N’Konni und Madaoua zusammen. Nach der Unabhängigkeit Nigers im Jahr 1960 wurde die Kreise am 1. Januar 1961 durch 31 Bezirke (circonscriptions) ersetzt.

Der unmittelbare Vorgänger der Region Tahoua war das Departement Tahoua, das durch eine am 1. Oktober 1965 in Kraft getretene Verwaltungsreform geschaffen wurde, die Niger in sieben Departements (départements) gliederte.[2] Die damaligen Departements wurden schließlich am 14. September 1998 in Regionen (régions) umgewandelt, die in ihrerseits Departements unterteilt sind.[2]

An der Spitze der Region steht ein vom Ministerrat Nigers ernannter Gouverneur. Er vertritt den Gesamtstaat.[3] Vor der Umwandlung in eine Region wurde das Gebiet nicht von einem Gouverneur, sondern von einem Präfekten geleitet.


Eine Straße in der Region Tahoua (2007)
Kinder in der Region Tahoua (2008)