Tischtennis


Zur Ausübung wird ein matt-grüner oder matt-blauer, gegebenenfalls auch schwarzer Tischtennistisch[1] mit Netzgarnitur, ein matt-weißer oder matt-oranger (eher selten) Tischtennisball aus Kunststoff (früher Zelluloid) mit einem vorgeschriebenen Durchmesser von 40 mm sowie pro Spieler ein Tischtennisschläger mit schwarz-roten Belägen (seit Oktober 2021 auch andere Farben möglich) benötigt. Der Schläger wird zumeist im Shakehand-Griff gehalten, vor allem in Asien ist zudem der Penholder-Stil verbreitet. Bei Wettkämpfen wird im Einzel, Doppel und Mixed gespielt. Ein Satz endet, sobald ein Spieler elf Punkte erzielt hat und um mindestens zwei Punkte Vorsprung führt. Jeder Spieler hat zwei Aufschläge hintereinander, danach wechselt das Aufschlagsrecht. Ein Spiel geht im regulären Punktspielbetrieb über drei Gewinnsätze („Best-of-Five“), bei großen Turnieren wird über vier Gewinnsätze („Best-of-Seven“) gespielt.

Wichtigste Turniere neben den Olympischen Spielen und den ein- bis zweijährlich stattfindenden Kontinental- (z. B. Europa-) und Weltmeisterschaften sind der World Cup, die World Tour Grand Finals und die World-Cup-Qualifikationsturniere wie das europäische Ranglistenturnier Europe-Top-16. Tischtennis gilt – bezogen auf die Zeit zwischen zwei Ballkontakten – als schnellste Rückschlagsportart der Welt.[2]

Eine Frühform des Tischtennis wurde erstmals 1874 in England gespielt, als der britische Major Walter Clopton Wingfield das dem Tischtennis zugrunde liegende Sportspiel „Sphairistike“ (griechisch: „Lass uns spielen“) bekannt machte.[3] Wie viele andere Sportarten trat Tischtennis zunächst als gesellige Unterhaltung in Erscheinung. Das Spiel entwickelte sich aus dem „normalen“ Tennis und wurde vorwiegend vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball mit Flanellüberzug oder eine Kugel aus Kork. Alsbald benannte man das Spiel in Lawn Tennis (Rasentennis) um. Wegen des berüchtigten englischen Regenwetters verlegte man das Spiel schließlich in die Wohnung und benutzte Tische als Tennisfeld. Eine Schnur diente als „Netz“, als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder Bratpfannen. Folgerichtig benannte man das Spiel wieder um, es hieß nun Raumtennis und gilt als eigentliche Geburtsstunde des Tischtennis. 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.


Olympisches Herren-Doppel-Finale in London (2012)
Ping-Pong-Set der Parker Bros.
Erstes int. Ping-Pong-Turnier (1902)
Richard Bergmann (1950)
Jan-Ove Waldner (2012)
Timo Boll in Aktion (2010)
DTTB (1925)
Berlin (1930)
TT-WM in Ljubljana (1965)
Niederlande gegen China (1977)
Ma Lin (2013)
Maße eines Tischtennistisches
Spielräume bei den German Open in Magdeburg (2014)
3-Sterne-Bälle aus Zelluloid, Durchmesser 40 mm
Timo Boll beim Aufschlag
Schiedsrichter mit Zähltafel
Werner Schlager (2006)
Vier Phasen des Topspins:
1. Ball steigt auf
2. Ball fällt ab
3. Ball springt flach und mit hoher Geschwindigkeit ab
4. Ball wird geblockt
Tischtennis-Weltmeister und Wimbledon-Sieger Fred Perry
Stellan Bengtsson (1972)
Sondermarke zur TT-WM 1989