UCI ProTour


Die UCI ProTour war eine vom Weltradsportverband UCI veranstaltete Serie von bedeutenden Radrennen im Straßenradsport, die seit 2005 den Rad-Weltcup sowie die UCI-Weltrangliste ersetzte. In den Jahren 2009 und 2010 bildete die UCI ProTour zusammen mit dem sogenannten historischen Kalender den UCI World Calendar 2009 bzw. 2010. Mit Ablauf der Saison 2010 wurde die ProTour mit dem historischen Kalender zur UCI WorldTour vereinigt.

Der ProTour gehörten von 2005 bis 2007 sowohl die bedeutendsten Etappenrennen (darunter die „Grand Tours“ Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España) als auch die wichtigsten Eintagesrennen (darunter alle Rennen des bisherigen Rad-Weltcups) an. Insgesamt umfasste die ProTour in diesen drei Jahren bis zu 27 Radrennen.[1]

Eine Sonderrolle hatten von Anfang an die Rennen der großen Veranstaltergruppen Amaury Sport Organisation, RCS MediaGroup und Unipublic (u. a. die Tour der France, der Giro d´Italia und die Vuelta a España), vgl. „Konflikte und Ende der ProTour“. Nach jahrelangem Streit schieden diese Rennen in der Saison 2008 vollständig aus der ProTour aus und wurden bis auf Paris-Tours in einen "historischen Kalender" aufgenommen.[2] Der historische Kalender bildete mit den ProTour-Rennen ab 2009 zunächst den UCI World Calendar und wurde 2011 in die neue UCI WorldTour aufgenommen.[3] Die Rennen des historischen Kalenders werden in der nachfolgenden Liste mit hist. gekennzeichnet.

Unterhalb der Pro Tour etablierte die UCI im Jahre 2005 die UCI Continental Circuits (UCI Africa Tour, UCI America Tour, UCI Asia Tour, UCI Europe Tour und UCI Oceania Tour).

* Die Straßen-Rad-WM ist kein offizieller Teil der ProTour, da an der WM nur Nationalmannschaften, jedoch keine ProTeams teilnehmen können. Allerdings ging das Einzelergebnis der WM 2005 in das ProTour-Klassement ein

Mit der Einführung der UCI ProTour nahm die UCI eine Neueinteilung der internationalen Radsportteams vor, welche im Wesentlichen heute noch Bestand hat.


Logo der UCI ProTour