Uhlandstraße (Charlottenburg/Wilmersdorf)


Die Uhlandstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf durchquert den Bezirk parallel zur Bundesallee in Nord-Süd-Richtung. Die Straße wird von einer innenstadttypischen gemischten Wohn-/Gewerbebebauung geprägt. Die Straße ist, abgesehen von einem kurzen Stück zwischen Berliner Straße und Blissestraße, für den Verkehrsfluss, also ohne Parkstreifen, nur zweispurig ausgebaut, wird aber südlich der Lietzenburger Straße deutlich breiter.

Die Uhlandstraße wurde am 25. April 1885 in Charlottenburg nach dem Dichter Ludwig Uhland benannt. Sie trug vorher keinen Namen. Am 28. Oktober 1893 folgte der Wilmersdorfer Teil der Straße. Dieser trug vorher den Namen Valerienstraße (vermutlich nach der Frau eines Gutsbesitzers, der die Straße angelegt hatte) bzw. Schleswigsche Straße (nach dem ehemaligen Herzogtum Schleswig, als Pendant zur noch so benannten Holsteinischen Straße bzw. der damaligen Holsteiner Straße).

Um 1898 befand sich in der Uhlandstraße zwischen Lietzenburger Straße und Wilhelmsaue einer der ersten Radwege Berlins, dieser wurde allerdings später zurückgebaut.[1]

Die Uhlandstraße beginnt im Norden am Steinplatz, gegenüber der Universität der Künste. An der Ecke am Steinplatz 4 befindet sich das Hotel am Steinplatz, ein Jugendstilbau des Architekten August Endell von 1906/1907. In direkter Nachbarschaft (Nr. 4/5) stand zuvor die Villa des Kunsthistorikers Wilhelm von Bode (1845–1929), der von 1885 bis zu seinem Tod dort lebte. Im Haus 197 wohnte der Schriftsteller Ernst Toller (1893–1939) in den 1920er Jahren. Der erste Abschnitt der Straße ist hauptsächlich durch Wohnbebauung geprägt, u. a. dem in markanter Sichtbetonbauweise 1973/1974 errichteten Appartementhaus Uhlandstraße 195/196 des Architekten Georg Heinrichs. Zur Kantstraße folgen Bürogebäude. In der Mitte dieses Abschnitts befindet sich auf der östlichen Seite ein Parkhaus, das unter einem Wohngebäude angelegt wurde und sich unter dem gesamten Block erstreckt, weitere Ausfahrten befinden sich in der parallel verlaufenden Fasanenstraße. An der Kreuzung mit der Kantstraße steht das 1998/1999 erbaute Stilwerk-Gebäude, ein Komplex von Geschäften vornehmlich mit Designartikeln. Dieses wurde aus statischen Gründen auf den Tresorräumen des ehemaligen Hauptverwaltungsgebäudes der Dresdner Bank errichtet.


BMW-Haus an der Ecke Kurfürstendamm
Fischreiterin von Georges Morin vor der Uhlandstraße 150
Triebwagen der Westlichen Berliner Vorortbahn auf der Linie H in der Uhlandstraße, 1909