VfB Stuttgart


Der VfB Stuttgart, offiziell Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V., ist ein Sportverein aus dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Er ist (Stand: 10. September 2022) mit 76.700 Mitgliedern[1] der zehntgrößte Sportverein Deutschlands, der größte in Baden-Württemberg und weltweit auf Rang 21. Bekannt ist vor allem seine Fußballabteilung, die 2017 in die VfB Stuttgart 1893 AG ausgegliedert wurde, welche mehrheitlich dem Verein gehört. Die erste Mannschaft wurde fünfmal Deutscher Meister (1950, 1952, 1984, 1992 und 2007), außerdem gewann sie dreimal den DFB-Pokal (1954, 1958, 1997). In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der VfB den vierten Platz. In der Saison 2022/23 spielt der Verein in der Bundesliga.

Daneben unterhält der VfB Stuttgart Amateursport-Abteilungen. Sportler der Leichtathletik-Abteilung gewannen zahlreiche Titel und Medaillen.[3] Hockey bildet die zweitgrößte Abteilung des Vereins.[4] Im Faustball errang der VfB um das Jahr 2005 mehrfach deutsche Meisterschaften im Seniorenbereich.[5] Zudem existieren die Abteilungen für Fußballschiedsrichter und Tischtennis. Darüber hinaus gibt es mit der VfB-Garde eine nichtsportliche Traditionsabteilung.

Die erste Fußballmannschaft des VfB bestreitet ihre Heimspiele in der Mercedes-Benz Arena im Neckarpark. Direkt neben dem Stadion, hinter der Untertürkheimer Kurve auf der gegenüberliegenden Seite des Fritz-Walter-Wegs, befindet sich das Vereinsgelände mit dem Robert-Schlienz-Stadion, Trainingsplätzen und dem Clubhaus.

Um das Jahr 1865, als Fußball noch Rugby glich, trafen sich englische Schüler, unter ihnen William Cail,[6] wöchentlich zu einem Spiel in Cannstatt, wo wegen der internationalen Beliebtheit als Heilbad auch Internate entstanden waren.[7] Einheimische Schüler lebten die „englische Krankheit“ in den 1880er Jahren zum Ärger mancher Lehrer und Anwohner auf einer Wiese aus, wo später die Straßenbahnwelt Stuttgart entstand. Es entstanden viele Fußballvereine in Stuttgart, darunter im Jahr 1890 der Nordstern von Anwohnern der Alexanderstraße in Stuttgart-Mitte und der Cannstatter Fußballclub. Im Jahr 1912 entstand aus dem Cannstatter Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 der VfB Stuttgart.[8]

Beide Vereine wurden hauptsächlich von Schülern, die zumeist ihre Wurzeln im kaufmännischen Bürgertum hatten, gegründet.[9]

Der Fußballverein Stuttgart wurde am 9. September 1893 im Gasthaus Zum Becher in der Kernerstraße (heute Urbanstraße) gegründet und hatte 20 Gründungsmitglieder.[10]


Tabellenplatzentwicklung VfB Stuttgart von 1963/64 bis 2020/21
Die erste Rugby-Mannschaft des FV 1894
Wappen des FV Stuttgart
Die erste Fußballmannschaft des Kronen-Clubs 1898
Wappen des Kronen-Club Cannstatt
Wappen des fusionierten Vereins
Reklameschild des Hotels Concordia, in dem die Fusion durchgeführt wurde.
Die Aufstiegsmannschaft 1912
Von 1949 bis 1994 und seit Juli 2014 verwendetes Wappen des Vereins
Das erste Silberne Lorbeerblatt, das an eine Mannschaft verliehen wurde
Trophäe für den Gewinn des Turniers zur Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux (1983)
Jürgen Klinsmann als Bundestrainer – seinen Durchbruch als Spieler hatte er beim VfB
Meistertrainer Christoph Daum
Zvonimir Soldo – Der Kapitän der „jungen Wilden“ beendet seine Karriere
Meistertrainer 2007: Armin Veh
Auch außerhalb des Fußballs gab es beim VfB Erfolge.
Aljaksandr Hleb schaffte seinen Durchbruch bei den Amateuren
Andreas Hinkel, einer der „jungen Wilden“, spielte seit der D-Jugend beim VfB und ging später ins Ausland
Die erste Frauenmannschaft des VfB Stuttgart beim Trainingsauftakt im Juli 2022
Gustav Schumm – der Pionier der Jugendarbeit
Timo Hildebrand – vom jungen Wilden aus der Jugend zum Vizekapitän
Mercedes-Benz-Arena
Die Cannstatter Kurve des Stadions mit dem Fanbereich des VfB
Platzsturm der VfB-Fans nach der Zweitligameisterschaft am 34. Spieltag der Saison 2016/17
Stadtpokal von 1945
SSV Reutlingen