Vladimir Milojčić


Vladimir Milojčić (* 7. Februar 1918 in Zagreb; † 19. Februar 1978 in Heidelberg) war ein jugoslawisch-deutscher Archäologe und Prähistoriker.

Vladimir Milojčić begann sein Studium der Altertumswissenschaften 1938 als Schüler von M. Vasić an der Universität Belgrad. Während seiner Studienzeit beteiligte er sich an verschiedenen Grabungen, so in der Festung Kalemegdan unter der Leitung von Wilhelm Unverzagt, im spätantiken Justiniana Prima unter der Leitung von V. Petković und in Vučedol unter der Leitung von Robert Rudolf Schmidt, wobei er verschiedene Grabungstechniken erlernte. Im Jahr 1942 wechselte er zu Oswald Menghin nach Wien, bei dem er im März 1944 promoviert wurde. Seine Dissertation behandelte „Das ältere Neolithikum in Serbien“.

In den Jahren 1945 bis 1946 verfasste er bei Gero von Merhart seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Beiträge zur absoluten und relativen Chronologie der jüngeren Steinzeit und zum Indogermanenproblem“. Nach einem kurzen Aufenthalt als Assistent Joachim Werners an der Ludwig-Maximilians-Universität in München habilitierte er schließlich an dieser Universität. Nachdem er von 1954 bis 1956 eine außerplanmäßige Professur an der Universität München innehatte, wurde er als ordentlicher Professor an den Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Universität des Saarlandes berufen; diesen verließ er 1958, um einem Ruf an den Lehrstuhl der Heidelberger Universität zu folgen, wo er bis zu seinem Tode blieb. Seit 1963 war er ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Von 1968 bis 1974 war er Sekretar der Akademie.[1]