Wales


Wales [ˈweɪlz] (walisisch Cymru [ˈkəmrɨAudiodatei abspielen, deutsch veraltet Walisien oder Wallis, lateinisch Cambria) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Es liegt im Westen der Insel Großbritannien und grenzt an England sowie die Keltische und Irische See. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff (walisisch Caerdydd). Das Land wird zu den sechs keltischen Nationen gezählt.

Der walisische Landesname Cymru oder altkymrisch Cymry stammt von keltisch *Kom-broges „die auf gemeinsamem Land wohnen“[3] bzw. *Kom-brogi „Landsleute“[4].

Der englische Landesname Wales ist eine Fremdbezeichnung und geht über altenglisch wēales (Mehrzahl von wēalh „Kelte, Brite“) auf den keltischen Stammesnamen der Volcae zurück, deren Territorium südwestlich an das Gebiet grenzte, in dem germanische Dialekte gesprochen wurden.[5] Sprachverwandt sind das deutsche Wort welsch sowie der Name der belgischen Region Wallonien und das Hinterglied im Namen der englischen Grafschaft Cornwall.

Wales hat eine ausgeprägte Vorgeschichte, in der viele Megalithanlagen entstanden und Menhire aufgerichtet wurden. Bei Llyn Cerrig Bach auf Anglesey (Ynys Môn) wurde das wichtigste eisenzeitliche Opferdepot Großbritanniens gefunden.

Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, von denen das westlichste bei Carmarthen (lateinisch Maridunum) lag. In der Nähe von Caerleon (Caerllion) wurde ein Legionslager errichtet. Das dazugehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Norden von Wales aktiv.

Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des bergigen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert und blieb so eine keltische Region.


Mark Drakeford, First Minister, bei einer der täglichen COVID-19-Pressekonferenzen der walisischen Regierung.
Satellitenbild von Wales
Luftbild der Kirche aus dem 12. Jh. in Llangwyfan, Anglesey
Beispiel für Zweisprachigkeit: Recycling-Box in Cardiff