Westtatra


Die Westtatra (auch Westliche Tatra, slowak. Západné Tatry, poln. Tatry Zachodnie, deutsch auch Liptauer Alpen) ist ein Gebirge an der Grenze zwischen der Slowakei und Polen. Sie ist Teil der Tatra, die wiederum zu den Inneren Westkarpaten gehört.

Die Westtatra liegt westlich der bekannteren Hohen Tatra. Sie nimmt eine Fläche von ca. 400 km² ein. Ihr höchster Gipfel ist die Bystrá mit 2248 m.

Die Grenze zur Hohen Tatra wird nach der aktuell gültigen geomorphologischen Gliederung im Sattel Ľaliové sedlo (poln. Liliowe, deutsch: Liliensattel), die zu den Chočské vrchy im Pass Hutianske sedlo gesehen.

Roháče bezeichnet den zentralen Teil der Westtatra; in der Slowakei wird dieser Begriff in der Umgangssprache manchmal für das gesamte Gebirge verwendet.

Die Westtatra besteht sowohl aus Kalk- wie auch aus kristallinem Gestein. Diese Verschiedenartigkeit führte sowohl zu abwechslungsreichen Landschaften, aber auch zu einer recht ausgeprägten Pflanzenvielfalt. Der Hauptkamm des Gebirges ist ca. 30 km lang und verläuft in west-östlicher Richtung. Die von ihm abzweigenden Seitenkämme sind – ähnlich wie in der Hohen Tatra – im Norden etwas länger als im Süden. Der zentrale Teil – Roháče – ist überwiegend felsig und weist gegenüber den anderen Teilen der Westtatra am ehesten Hochgebirgscharakter auf. Die Waldgrenze liegt bei etwa 1500 m; darüber erstreckt sich bis ca. 1800 m eine von dichtem Krummholz bewachsene Zone. Oberhalb dieser dominieren Wiesen und Felsen.

Trotz ihrer eindrucksvollen Landschaft steht die Westtatra – was das Besucherinteresse betrifft – im Schatten der Hohen Tatra. Im Gebirge existiert ein dichtes Wanderwegenetz. Auch der Hauptkamm ist – bis auf einen etwa 5 km langen Abschnitt im Ostteil – begehbar. Wichtige touristische Stützpunkte in der Westtatra sind die Siedlung Zverovka im Nordwesten und die Berghütte Žiarska chata im Süden.


Die Westtatra innerhalb der Geomorphologischen Einteilung der Slowakei und Polens
Ostrý Roháč
Roháče
Baníkov